Intravenosen Sedierung für Zahnbehandlungen

Bedeutung der intravenösen Sedierung für Zahnbehandlungen!

Die Zahnarztangst nimmt sich unter den Angstzuständen führende Rolle ein, so ist die stress- und schmerzfreie Behandlung eine grundlegende Herausforderung für die Zahnärzte. Mitte des 19. Jahrhunderts war der erste bedeutende Schritt im Bereich zahnmedizinischer Schmerzlinderung die Einführung von Distickstoffmonoxid (Lachgas), der echte Durchbruch war das Erscheinen von örtlichen Betäubungsmitteln 50 Jahre später. Trotz der modernen Anästhesieverfahren steigt Jahr für Jahr die Zahl der Angstpatienten.

Intravenosen Sedierung für Zahnbehandlungen

In den 80er Jahren letzten Jahrhunderts erschienen Beruhigungsmittel (Midazolam) und Narkosemittel (Propofol) mit kurzer Wirkungszeit. Diese Medikamente werden aus dem Körper schnell ausgeschieden, so können sie auch bei der Behandlung von ambulanten Patienten sicher angewandt werden. In den USA und dann auch im Vereinigten Königreich wurden diese intravenösen Medikamente schon vor fast 30 Jahren auch in der Praxis der Zahnmedizin eingeführt. Sog. „sedation dentistry“ – Einrichtungen wurden eröffnet.

Was ist die Bedeutung der intravenösen Sedierung? Sie hat im Vergleich zum Lachgas eine viel stärkere und sicherere Wirkung, so ist sie auch in der Behandlung von Angstpatienten wirkungsvoll. Mittels intravenöser Sedierung kann man auch solche Patienten behandeln, die sich früher nur in Vollnarkose behandeln ließen. Außerdem ergänzen intravenöse Medikamente die Wirkung von Lokalanästhesie. Was bedeutet das? Lokalanästhesie beugt das Vorkommen von stechender Schmerzen vor. Während einer Zahnbehandlung können aber auch unangenehme drückendes Gefühl, durch Geräte ausgelöste Vibrationen auftreten, gegen die die Lokalanästhesie unwirksam ist. Intravenöse Medikamente beeinflussen das Bewusstsein, so können sie diese unangenehmen Wirkungen beseitigen. Dadurch sind sie auch für Patienten von großem Vorteil, die zwar keine Zahnarztangst haben, aber größere mundchirurgische Eingriffe benötigen.

Nicht zuletzt kann man in intravenöser Sedierung solche Patienten erfolgreich behandeln, deren Zahnbehandlung wegen starkem Würgereiz nur auf Kosten großer Leiden durchführbar ist. Die intravenöse Sedierung verringert den Schluck- und Atemreflex, was die Anwesenheit eines Anästhesisten während des Eingriffs unbedingt unentbehrlich macht!

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