Schonenende zahnbehandlung

Schonende Zahnbehandlung unter Sedierung in Ungarn

1 Mrz 2016 blog

Es gibt eine immer größere Nachfrage von Seiten der Patienten nach solchen, im Laufe der zahnmedizinischen Behandlung angewandten Medikamenten mit beruhigender Wirkung. Was bezeichnet man als Zahnbehandlung unter Sedierung (Dämmerschlaf) und welche Möglichkeiten stehen zur Verfügung? Sedierung wird nicht nur in der Zahnmedizin angewendet, sondern auch bei sonstigen unangenehmen medizinischen Eingriffen, zur Verringerung des Unbehagens (z. B. Kolonoskopie).

Sedierungsstufen:

  • minimale Sedierung: der Patient ist ruhig und ist im wachen Zustand
  • moderate Sedierung (Dämmerschlaf): der Patient ist müde, er kann einschlafen, kann allerdings durch Aufruf leicht geweckt werden
  • tiefe Sedierung: der Patient schläft, kann nur schwer, durch starke Schmerzen geweckt werden
  • Vollnarkose: völlig bewusstloser Zustand

Schonenende zahnbehandlung

In vielen Fällen popularisieren Zahnkliniken die Zahnbehandlung unter Sedierung als „Zahnbehandlung im Schlaf“, dies ist allerdings keine genaue Begriffsbestimmung, da der Patient während der Sedierung nicht schläft. Er kann während der Behandlung Müdigkeit, geringes Schwindelgefühl, eine Art Schwebegefühl verspüren, Ziel der Sedierung ist das Aufrechterhalten des Entspannungszustandes. Zur ungestörten ärztlichen Tätigkeit ist es notwendig, dass der Patient seinen Mund entsprechend weit öffnet und mit dem Zahnarzt kooperiert.

Im Laufe der während der Zahnbehandlung durchgeführten Sedierung erhält der Patient ein Sedativum (Beruhigungsmittel) und eine Lokalbetäubung.

Die am häufigsten angewendeten Methoden der Sedierung:

Oral:

Die oral verabreichte Beruhigungstablette ist die einfachste Form der Sedierung. Dafür werden solche in die Wirkstoffgruppe Benzodiazepine (Midazolam, Diazepam, Alprazolam, usw.) gehörenden Medikamente verwendet. Benzodiazepine sind Schlaf- und Beruhigungsmittel, die Wirksamkeit und Indikation der Medikamente mit verschiedenen Wirkstoffen ist unterschiedlich. Für die zahnmedizinische Sedierung eignet sich die Midazolam Tablette am besten, die eine halbe Stunde vor der Behandlung eingenommen werden soll. Die orale Sedierung eignet sich zur Behandlung der leichten Zahnarztangst. Nach der Sedierung ist es verboten Auto zu fahren und es ist empfehlenswert die Zahnarztpraxis mit einer Begleitperson zu verlassen.

Inhalation:

Im Laufe der Inhalationssedierung atmet der Patient Distickstoffmonoxid (Lachgas) aus einem speziell für zahnmedizinische Sedierung entwickeltem Gerät ein. Das Gemisch aus Distickstoffmonoxid und Sauerstoff wird über eine Nasenmaske dosiert, die Gaskonzentration kann entsprechend den Ansprüchen des Patienten modifiziert werden. Lachgas hat eine geringe schmerzlindernde und beruhigende Wirkung. Der größte Vorteil ist, dass es schnell aus dem Körper abflutet, so hat es nach Abschluss der Sedierung keinerlei Nachwirkungen. Es ist ausgezeichnet im Falle von leichter Zahnarztangst.

Intravenös:

Im Laufe der intravenösen Sedierung (Analgosedierung) gelangt das Medikament über eine Venenkanüle in den Blutstrom. Die am häufigsten verwendeten Medikamente sind Midazolam und Propofol. Das Medikament wirkt binnen weniger Minuten und während der Behandlung kann die Tiefe der Sedierung verändert werden. Intravenöse Sedierung ist sowohl äußerst effektiv, als auch sicher. Das Maximalniveau der Sedierung, die mit der intravenösen Methode erreichbar ist, ist tiefer als durch die orale oder Inhalationssedierung. Die Medikamente verursachen eine bedeutende Amnesie, aus diesem Grund erinnern sich die Patienten nur geringfügig oder überhaupt nicht an die Behandlung. Nach der Behandlung ist Autofahren verboten und die Anwesenheit einer Begleitperson auf jeden Fall notwendig.

Zahnbehandlung unter Sedierung ist eine seit Jahrzehnten angewendete Methode zur Vermeidung der Unannehmlichkeiten der zahnmedizinischen Behandlungen. Dank der immer moderneren Medikamente und Patientenüberwachungsmöglichkeiten gilt es als absolut sicheres Verfahren.

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