intravenöser Sedierung

Was empfindet man während intravenöser Sedierung?

An diversen Zahnkliniken werden Sedierung (Analgosedierung) und Vollnarkose leider nicht gerecht voneinander unterschieden, so ist der Patient nicht ganz im Bilde, bei welchem Eingriff womit zu rechnen ist.

 

intravenöser Sedierung

 

Oft wird statt intravenöser Sedierung intravenöse Narkose verwendet, die im Fachbereich eine Art Vollnarkose ist. Die Situation wird auch dadurch erschwert, dass für intravenöse Sedierung das aus dem Englischen übersetzte Wort „Dämmerschlaf“ verbreitet ist, deshalb glaubt der Patient, dass er während des Eingriffs schlafen wird. Bei intravenöser Sedierung bekommt der Patient über einen Venenkatheter starken Beruhigungsmittel (Midazolam) oder Narkosemittel (Propofol). So erreicht man eine viel stärkere und zuverlässigere Wirkung als mit Lachgas-Sedierung oder Beruhigungstablette.  Die bei Sedierung angewandten Medikamente sind keine Schmerzmittel, so muss man bei jeder Art Sedierung auch Lokalanästhesie durchführen. Ziel von Sedierung ist, die schmerzlindernde Wirkung von Lokalanästhesie ergänzend die unangenehmen Erlebnisse und Ängste zu beseitigen. Während intravenöser Sedierung gerät man in tiefen, gelösten Relaxationszustand, aber zur sicheren Krankenversorgung darf er sein Bewusstsein nicht verlieren, denn das kann ernsthafte Komplikationen auslösen. Damit der Zahnarzt ungestört arbeiten kann, muss der Patient während der Behandlung mit dem Arzt kooperieren und seine Anweisungen verstehen.

Die während der Sedierung angewandten Medikamente bewirken Amnesie, so empfindet man die Dauer der Behandlung viel kürzer.  Die Amnesie kann bei jedem Patient unterschiedlichen Grad haben. In manchen Fällen ist der Patient die ganze Behandlung lang in Amnesie, und glaubt sie „durchgeschlafen“ zu haben. Vermutlich darum hat sich der Ausdruck „Twilight sleep“ d.h. „Dämmerschlaf“ verbreitet.

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